Böker Solingen Acht-Acht Flak Damast
Artikelnummer: 121508DAMVerwandte Produkte
Detaillierte Produktbeschreibung
Mit dem Sammlerdolch Acht-Acht Flak Damast präsentiert Böker sein erstes militärhistorisches Projekt der Waffengattung Artillerie. Die 8,8-cm-Flak (Flak kurz für Flugabwehrkanone) gilt vielen Kennern als bestes und ganz unbestritten als vielseitigstes Geschütz des 2. Weltkrieges. War die Acht-Acht ursprünglich zur Flugabwehr entwickelt worden, begründete sie ihren legendären Ruf vor Allem im Erdkampf.
Während Panzerabwehrkanonen mit 3,7 cm bis maximal 7,5 cm für die zeitgenössischen Panzerungen notorisch unterkalibriert waren, hatten Flak regelmäßig relativ große Rohrdurchmesser. Es zeigte sich schnell, dass nur die Acht-Acht in der Lage war, die Panzerungen beispielsweise des schweren britischen Panzers Matilda II oder des sowjetischen T-34 zuverlässig und vor Allem auch auf größere Entfernungen von bis zu 2.000 Metern zu durchschlagen. Voraussetzung hierfür war, dass das Rohr der 8,8-cm-Flak – für eine Flak absolut untypisch – in einen negativen Neigungswinkel geschwenkt werden konnte. Somit war es möglich, das Rohr unter die horizontale Ebene zu senken, um Bodenziele zu bekämpfen. Auf einer Säulenlafette mit vier kreuzförmigen Auslegern war das Geschütz zudem 360° um seine Hochachse schwenkbar. Ein weiterer Vorteil der Acht-Acht war ihre Schnelligkeit. Diese resultierte zum einen in der kurzen Zeit, in der die Kreuzlafette auf- und abgebaut und das Geschütz also verlegt werden konnte. Zum anderen lag sie in der hohen Feuerrate. Bei der Bauart als halbautomatische Kanone mit gebremstem Rohrrücklauf war nach jedem Schuss der Verschluss geöffnet, das Schlagstück gespannt und die leere Kartusche ausgeworfen. Eine eingespielte Bedienungsmannschaft, die i. d. R. aus 9 Soldaten bestand, konnte so bis zu 20 Schuss pro Minute abfeuern. Das führte dazu, dass die deutschen Flak-Soldaten 9 von 1.000 einfliegenden Maschinen abschießen konnten. Diese Zahl erscheint ernüchternd klein, gilt aber immer noch als die höchste Abschussquote einer Fliegerabwehr in der Kriegsgeschichte. Die 8,8-cm-Flak hatte auch wesentlichen Anteil am legendären Ruf einer anderen Waffe des 2. Weltkrieges, die Böker bereits in einem Damast-Sammlermesser verarbeitet hat. Als Hauptbewaffnung war sie verbaut im Turm des Panzerkampfwagen VI, besser bekannt als Tiger. Durch diese Verwendung bewährt, wurde sie später ebenso das Geschütz des Jagdpanzers Nashorn.
Das Projekt Acht-Acht Flak Damast ist als ausgewachsener Dolch mit mittelalterlicher Anmutung realisiert. Das Herzstück bildet die schlanke, aber massive 18,1 cm lange aus Teilen der 8,8-cm- Flak geschmiedete Klinge. Die Griffrolle wird aus einem Stück heimischer stabilisierter Hainbuche mit 16 Rillen gedreht. Radien und Proportionen des 5 mm starken Parierstücks aus rostfreiem Edelstahl bilden bei genauem Hinsehen dezent den Umriss der Kreuzlafette mit zum Transport hochgeklappten Seitenauslegern. Die Silhouette der ausgeklappten Lafette ist auf dem Boden des massiven Abschlussknaufes aus Edelstahl angedeutet. Der Dolch ist ausgestattet mit einer Scheide aus dunkelbraunem Leder mit Gürtelschlaufe und Ortverstärkung. Auslieferung mit edler Aufbewahrungsbox, Echtheitszertifikat und individueller Seriennummer.
Gesamtlänge: 32 cm
Länge der Klinge: 18,3 cm
Dicke der Klinge: 6,1 mm
Gewicht: 292 g
Klingenmaterial: Damast
Griffmaterial: Hainbuchenholz, rostfreier Stahl
Hergestellt in Solingen
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Feststehende Messer |
|---|---|
| EAN: | 4045011279577 |
| Material der Klinge: | damaskus |
| Länge der Klinge: | 16 zu 20 cm |
| Material des Griffs: | legierung, holz |
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Die Geschichte von Böker reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als sich die ursprüngliche Schmiede der Familie in Remscheid befand. Über Generationen hinweg entwickelte sich ein tiefes Verständnis für Stahl, Wärmebehandlung und funktionale Geometrie von Klingen. In den Jahren 1829–1830 wurde das Sortiment um Säbel und Rapiere erweitert, was nicht nur neue Märkte erschloss, sondern auch höhere Anforderungen an Maßhaltigkeit und Materialqualität mit sich brachte. Mehr als hundert Schmiede und Messermacher arbeiteten damals in den Werkstätten und prägten den technischen Charakter der Marke.
Im späteren 19. Jahrhundert folgte der Schritt nach Nordamerika. Familienmitglieder gründeten Produktionsstätten in den USA und Kanada und passten Konstruktionen an lokale Einsatzbereiche an. Heinrich Böker verlegte den europäischen Schwerpunkt nach Solingen, wo bis heute ein Großteil der Fertigung stattfindet. Moderne CNC-Technik, kombiniert mit traditionellem Know-how, sorgt für reproduzierbare Qualität auf hohem Niveau. Eigene Designs entstehen ebenso wie Kooperationen mit bekannten Messermachern, wodurch ein breites, technisch differenziertes Portfolio entsteht.
| Hersteller : | Heinrich Böker Baumwerk GmbH |
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